Wer Problemhaar hat so wie ich, der kennt das. Einen geeigneten Friseur zu finden, der damit umgehen kann, ist nicht leicht. Über eine Empfehlung habe ich den Salon von Janine M. in Landau ausprobiert. Und bin mehr als zufrieden. Was hier mit meinem dünnen, brüchigen Problemhaar passierte, ist schlicht mega! Meine Haare und ich – seit je her ist das eine Hassliebe. Sie sind dünn, extrem schnell fettend und durch diverse Colorationen und Strähnen im Laufe der Jahre ziemlich kaputt und brüchig geworden. Ich mag sie nicht, aber ohne geht es halt auch nicht. Zumindest nicht bei mir.

Dünnes Problemhaar mit viel Spliss

Seit meinem letzten Friseurbesuch sind einige Monate vergangen, und das sieht man auch. Der Ansatz meines gut schulterlangen Problemhaars ist schon an die zehn Zentimeter herausgewachsen. Oben dunkelblond oder hellbraun, genau kann ich meine Naturfarbe nicht definieren. Unten weißblond, von den einstigen Strähnen. Zudem viel Spliss, die Spitzen sind nur noch dünne Fransen.

Janine M. in Landau empfohlen

Ich brauche einen Friseur, der mit meinem Problemhaar umgehen kann. Ein Freund empfiehlt mir Janine M. in Landau. Seine Frau hatte wohl ähnliche Probleme wie ich. Seit dem Sie aber zu diesem Friseur in Landau a.d. Isar geht, ist sie hochzufrieden. Er selbst geht in den Barbershop von Janine M.. Und tatsächlich ist mir aufgefallen, dass sein Vollbart neuerdings viel gepflegter aussieht. Im Gegensatz zu früher … auch bei Männern scheint es also sowas wie Problemhaar zu geben 😊.

Profi für blondes Problemhaar

Also mache ich einen Termin bei Janine M. aus. Su wird sich meiner Problemhaare annehmen. Sie hat selbst blondes Haar, und kennt sich damit aus. „Ich habe fast alles selbst auf meinem Kopf ausprobiert und weiß, was geht. Und was eben nicht.“ Sie grinst.

Dauerwelle auf gebleichtem Haar: ein No-Go

Sie weiß zum Beispiel, dass Beachwaves, die ich gerne hätte, bei meinem Problemhaar nicht möglich sind. „Das wäre dann eine Dauerwelle. Aber eine Dauerwelle auf gebleichtem Haar geht nicht“, sagt sie. Das Haar wird zu Kaugummi und bricht. Nein, das will ich nicht. Ganz im Gegenteil, ich will sie ja wieder wachsen lassen. Ich bin mehr so der klassische Langhaartyp. Kurzhaarschnitte sind mir zu stressig, habe ich festgestellt. Sie erfordern viel Styling morgens. Dazu fehlen mir aber Zeit, Lust und Talent.

Dann eben ein Ombre!

„Dann machen wir doch einen Ombre“, meint Su. Ein Ombre ist ein Farbverlauf in den Haaren. Oben hell, unten dunkel. Zum Beispiel. Oder oben grün, unten blau. Ein Ombre ist in allen Variationen und Kombinationen möglich. „Durch deinen herausgewachsenen Ansatz bietet dein Haar die besten Voraussetzungen dafür“, sagt Su. Also gut. Dann einen Ombre. Für den oberen Teil nehmen wir einen Maronenton, etwas dunkler als mein Naturhaar. „Der wird aber heller nach mehreren Haarwäschen und durch die Sonne“, sagt Su. „Dann sieht man den Ansatz später nicht mehr“. Perfekt! Zu den Spitzen hin wird’s ein Platinblond.

Umsetzung des Ombre

Problemhaar - das Färben des Ombre Su bereitet die Farben vor und legt auch gleich los. Zuerst trägt sie den dunklen Ton auf. Dazu teilt sie das Haar in Abschnitte auf und trägt die Farbe ungefähr bis zur Hälfte in der Länge mit einem weichen Pinsel auf. Erst links, dann rechts, zum Schluss hinten. Sie macht das lagenweise, so dass überall gleichmäßig Farbe hinkommt. Dann geht’s an die Spitzen. Hier verfährt sie ebenso. Nur beim Übergang zum dunklen Ton verschmiert Su die Farbe mit den Fingern. „Es gibt verschiedene Techniken für einen Ombre. Ich finde, dass ist die effektivste“, erklärt sie. Nach ca. 20 Minuten ist mein Problemhaar voller Farbe. Die muss nun 40 Minuten einwirken. Ich bekomme ein Wasser, etwas Süßes und was zum Lesen. Mir geht’s gut.

Kur und Kopfmassage

Und es wird noch besser. Denn als die 40 Minuten um sind, wäscht mir Heike die Farbe aus. Nein. Sie massiert die Farbe aus. Wow, denke ich, das tut gut. Dann will sie mir die Keratin-Kur auftragen und fragt allen Ernstes, ob Sie meinen Kopf dabei massieren darf. Natürlich darf sie das! Augen zu und einfach genießen. Ich war schon lange nicht mehr so entspannt. Nach 10 Minuten wird die Kur ausgewaschen und es geht ans Schneiden. Nur das Nötigste bitte, ich will meine Haare ja wachsen lassen. Zwei Zentimeter müssen schon weg, meint Su. Ok, damit kann ich leben.

Dünnes Haar ist schnell gefönt

Auch an den Sitzen ringsherum in dem sehr stilvoll eingerichteten Friseursalon wird geschnitten. Überall liegt viel Haar in den verschiedensten Tönen am Boden. Bei mir nicht. Ist kaum was zu sehen. So ist das eben bei dünnem, fransigen Problemhaar.

Beachwaves mit Glätteisen

Beachwaves per Glätteisen Einen Vorteil hat dünnes Haar ja: Das Föhnen geht relativ schnell. Su föhnt mir über eine große Rundbürste Volumen ins Haar. Und als kleines Zuckerl macht sie mir mittels eines Glätteisens schöne Wellen. „So kommst du auch zu Deinen Beachwaves.“ Sie grinst wieder. Ich auch. Das Glätteisen ist schon auf der Einkaufsliste.

Wow-Effekt und perfektes Preis-Leistungsverhältnis

Beim Blick in den Spiegel stellt sich bei mir selten ein Wow-Effekt ein. Heute schon. Meine Haare können ja richtig gut aussehen. Sie sind zwar dunkler als vorher. Aber dafür farblich definierbar. Und vor allem sehen sie gepflegt aus. Ich bin sehr zu frieden. Ach Quatsch, ich bin hellauf begeistert! Und angesichts der Tatsache, dass ich bei anderen Friseuren schon 150 € gelassen habe und nicht halb so glücklich mit dem Ergebnis war, finde ich die 100 € bei Janine M. völlig in Ordnung. Das perfekte Preis-Leistungsverhältnis. Janine M. hat eine neue Stammkundin gewonnen. Und ich habe endlich einen Friseur gefunden, der mit meinem Problemhaar umgehen kann. Just happy!